Peelings sind der Schlüssel zu einem schöneren und weicheren Hautbild. Aber was ist ein Peeling genau und wie funktioniert es?

Peeling kommt von dem englischen Wort „schälen“ oder „pellen“, dabei wird die oberste Hautschicht entfernt und die Haut mit schonenden und natürlichen Substanzen weicher gemacht und somit geglättet. Gemahlene Fruchtkerne von Aprikosen und  Pfirsichen, Salz oder Zucker sind nur einige Beispiele für natürliche Substanzen, die hierbei zum Einsatz kommen.

 

Peeling

Wie funktioniert ein Peeling?

Ein Peeling wirkt auf drei Ebenen:

1. Abgestorbene Hautzellen werden aus der obersten Hautschicht der Hornhaut gelöst.

2. Die Durchblutung wird gefördert.

3. Einige Inhaltsstoffe, wie z.B. das Salz in einem Peeling, ritzen die Haut an und somit wird die Haut angeregt,

     viele  neue Zellen zu produzieren.

 

Das Ergebnis nach mehrmaliger Anwendung ist eine weiche und glatte Haut. Das Peeling verbessert nicht nur die Struktur der Haut, sondern führt auch zu einer sichtbaren Verjüngung. Falten werden verringert, Alters- und Sonnenflecken werden entfernt, aber auch Akne-Narben werden reduziert.

Alle 28 Tage erneuern sich die Hautzellen Ihrer Haut und mit einem Peeling wird hier nachgeholfen, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen.

Aber Vorsicht! Sie sollten es nicht übertreiben - zu häufiges Peelen kann zu Hautalterung führen, da die Haut überbeansprucht wird. Daher reicht es vollkommen aus, wenn Sie ein Peeling nur 1 x pro Woche verwenden. Bei trockener Haut sollte der Abstand noch länger sein.

 

Doch wo liegen die Wurzeln unseres heutigen Peelings?

Bereits im alten Ägypten waren Behandlungen üblich, die dem heutigen Peeling ähnlich sind. Mit einem Handschuh aus Ziegenhaar wurde im türkischen Bad „Hamam“ traditionell eine Ganzkörperbehandlung praktiziert, mit der die Haut sanft stimuliert wurde. So hatten bereits reiche Ägypter wunderbare weiche Haut. In Europa ist das Peeling jedoch erst seit den 60er-Jahren modern. Seitdem erfreut es sich aufgrund seiner erfrischenden und regenerierenden Wirkung großer Beliebtheit – vor allem beim weiblichen Geschlecht.

 

Wann empfiehlt es sich nun, ein Peeling anzuwenden?

Bei folgenden Hautproblemen kann sich ein Peeling positiv auswirken:

  • Pigmentflecken (z. B. Altersflecken), Pigmentstörungen 
  • Linien, Fältchen und Falten (Hautalterung) 
  • Hautunreinheiten, vergrößerte Poren 
  • bestimmte Akne-Formen 
  • Hyperkeratosen 
  • Hautnarben 

 

Je nach Wirkung gibt es unterschiedliche Arten von Peelings:

- Oberflächliches Peeling: Die oberste Hornschicht der Haut wird mechanisch oder chemisch entfernt. Diese Behandlung

  wird umgangssprachlich „Peeling“ genannt und ist bei uns die am häufigsten angewendete Form.

- Mitteltiefen-Peeling: Die gesamte Hornschicht wird chemisch entfernt: Dies muss langfristig vorbereitet werden und benötigt

  ca. eine Woche bis zur Abheilung.

- Tiefen-Peeling: Die Haut wird bei dieser Behandlung bis zur Kollagenschicht abgetragen. Die Abheilung dauert mehrere

  Wochen. Diese Form des Peelings ist in Europa jedoch kaum üblich.

 

Ob mechanisches, chemisches oder Enzympeeling hängt von Ihrer persönlichen Präferenz bzw. Ihrer Haut ab. Nachfolgend erklären wir die drei unterschiedlichen Formen etwas genauer.

 

Das mechanische Peeling:

Die Wirkung eines mechanischen Peelings liegt darin, der Haut Elastizität und Festigkeit zu geben. Es werden Poren verkleinert und Falten reduziert sowie die Wirkstoffaufnahme der Haut optimiert. Es verstärkt die natürliche Abschuppung und ist im Vergleich zum chemischen Peeling nebenwirkungsfrei. Die Reibekörper lassen sich jeder Haut – auch der Problemhaut – anpassen.

Folgende Reibekörper (Substanzen) kommen hier zum Einsatz:

 

  • Aluminiumoxid-Mikropartikel
  • Polydimethylsilikonharz-Mikropartikel
  • Salzkristalle
  • Koridonkristalle
  • Zuckerkristalle
  • harte Bürsten
  • Mikrofasertücher
  • Tonerde
  • Sand
  • Kaffeesatz (in Japan beliebt)
  • Kunststoffpartikel
  • Zerstoßene oder zermahlene Kerne von z. B. Pfirsichen oder Aprikosen
  • Wachs (z. B. Reiskleiewachs)
  • Flüssigstickstoff (wirkt oberflächlich bis mitteltief) 

 

Nicht geeignet ist das mechanische Peeling bei starker Akne. Hier ist eher das chemische oder enzymatische Peeling zu empfehlen, denn durch die Abtragung von Teilen der Hornschicht kommt es zu Wasserverlust, somit sollte man nach dem Peeling eine Creme mit Feuchtigkeitsstoffen auftragen.

 

Chemisches Peeling:

Das chemische Peeling hat in der Regel die gleiche Wirkung wie ein mechanisches Peeling, allerdings wird hier die Wirkung durch chemische Reize ausgelöst.

Durch eine chemische Substanz wird eine Hauterneuerung bewirkt. Je nach Behandlung und Wirkstoff kann die Intensität der Eindringtiefe in die Haut variieren. Es löst eine Regeneration der Zellen aus und führt zu Neubildung von Kollagen und zur Straffung der Haut. Pigmentstörungen und auch Falten können verringert werden.

Folgende Reibekörper (Substanzen) kommen hier zum Einsatz:

 

  • Fruchtsäuren (wirkt oberflächlich, z. B. Glykolsäure) 
  • β-Lipohydroxysäure (LHA) (wirkt oberflächlich) 
  • Trichloressigsäuren (TCA) (wirkt mitteltief) 
  • Phenolverbindungen (tiefe Wirkung) 
  • Tretinoin (Vitamin-A-Säure) 

 

Je stärker ein Peeling ist, desto stärker ist der Effekt. Mit der Intensität des Peelings erhöht sich jedoch auch die Gefahr von Nebenwirkungen. Daher sollten bestimmte Peelingarten in dermatologischen Praxen vorgenommen werden.

 

Enzympeeling:

Proteine halten die Zellverbände unserer Hornschicht zusammen. Werden diese enzymisch gespalten, können abgestorbene Zellen gelockert und nach einer Einwirkzeit von 10-20 min. oberflächlich abgetragen werden. Daher verwendet man hier Masken, die Trockenextrakte enzymhaltiger Pflanzensäfte enthalten und mit Wasser angerührt werden.

Bei Enzymen spricht man von Proteasen (eiweißspaltende Enzyme) wie z.B. aus dem Saft und Stängel der Ananas.

Enzympeelings sind schonend zur Haut und können ohne weiteres einmal im Monat angewandt werden. Die Wirkung beschränkt sich nur auf die Hautoberfläche.

 

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